Samstag, 8. Juli 2006

Gruselkabinett Nr. 11 - Edgar Allan Poe – Der Untergang des Hauses Usher

Vor diesem Hörspiel war mir lediglich die Umsetzung dieser Geschichte Poes von Lübbe bekannt (bei der gleichnamigen Serie Edgar Allen Poe).
Von daher hatte ich sie im Bereich Horror angesiedelt. Titania Medie hält sich jedoch ganz nah an die Vorlage und hat es geschafft eine ganz besondere Atmosphäre mit nur vier Sprechern zu schaffen. Das klingt noch besser als in den guten alten Zeiten (in der Hörspielewelt).
Die Geschichte beginnt in typischer Sherlock Holmes Manier: ein rätselhafter Brief, der Philipp Belfield zum abgelegenem Anwesen seines alten Freunde bringt.
Gleich nach der Ankunft erfolgen jedoch schon die ersten bedrohlichen Prognosen und das Unheil nimmt seinen Lauf, den Hörer mit auf eine Grusel-Tour und quer durch die Psyche eines geistig kranken Menschen.

Obwohl es nur vier Sprecher sind schaffen es Oliver Feld, Tobias Kluckert, Claudia Urbschat-Mingues und Kaspar Eichel eine unvergessliche Atmosphäre zu schaffen. Sie leisten hervorragende Arbeit. Besonders hat mich Claudia Urbschat-Mingues beeindruckt mit ihrer verstörenden Art zu Beginn der Geschichte.
Ein ganz klares Lob auch an die Regie.

Die Musik ist sehr düster und wirkt bedrohlich. Sie untermahlt die Szenerie perfekt und gibt dem Haus sogar ein gewisses "Eigenleben" - alles wirkt bedrohlicher.
Äußerst passend reihen sich dazu auch die Effekte ein, sodass es nichts zu beanstanden gibt bei diesen Hörspiel.


Fazit:
Herrlich subtiler Grusel, der einen mitnimmt in die Abgründe der menschlichen Seele.
Aber aufpassen, dass die teils sehr deprimierende Stimmung nicht übergreift!
Tadelloses Hörvergnügen (besonders bei Nacht und Gewitter)!

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