Dienstag, 2. Januar 2007

Gruselkabinett Nr. 14 - Die Blutbaronin

Trotz Ferenc Nádasdy's zweiter Hochzeit mit Katharina trauert er - nach einiger Zeit - wieder stark um seine erste verstorbene Frau und besucht ihr Grab fortan jede Nacht. Die zweite Frau Katharina bittet Ferenc' Onkel zu Hilfe, da sich Ferenc immer mehr von ihr abwendet. Janos, der Onkel, stellt Ferenc eines Nachts beim Grab der Toten zur Rede. Ferenc wünscht sich wieder mit seiner ersten Frau zu leben und als eine weise Frau auftaucht und ihm anbietet sie wieder zu beleben beginnt das Unheil und "die Blutbaronin" ist auferstanden...

Bei diesem Hörspiel von Titania Medien handelt es sich um eine sehr klassische Vampirgeschichte. So werden typische Elemente wie Vampirzähne usw. gar nicht verwendet, sondern nur grundlegendes, wie Nachtaktivität und Grausamkeit.
Auch braucht "die Blutbaronin" kein Blut um zu überleben, sondern nur um ihre "Jugend" zu erhalten. Des Weiteren ist es nicht möglich "die Blutbaronin" zu vernichten, sondern nur gefangen zu halten mittels religiöser Symbole. Darüber hinaus ist sie an denjenigen, der sie erweckte ewig gebunden und anders herum - sie können nicht voreinander fliehen.
Wer sich im Genre "Grusel" etwas auskennt wird sicherlich den Verlauf der Geschichte voraussehen können, wodurch die Spannung leider getrübt wird.

Die Sprecher wurden wiedermal hervorragend ausgewählt und passen exzellent zu ihren Rollen. Sämtliche weibliche Rollen wurden herausragend gesprochen, besonders "die Blutbaronin" von Viola Sauer. Bei den männlichen Rollen gibt es im Grunde auch keine nichts zu bemängeln. Allerdings empfinde ich Uwe Büschken als Ferenc Nádasdy an einigen Stellen etwas übertrieben emotional.

Die Musik- und Geräuschkulisse ist wiedermal famos! Alles zusammen geht eine Symbiose ein, die so gut ist, dass der Hörer so stark der Geschichte lauscht, dass eben die Geräusche und Musiken kaum noch auffallen und nur noch der Inhalt im Vordergrund ist. Grandios!

Abschließend kann man sagen, dass das ganze Hörspiel wunderbar atmosphärisch mit hochkarätigen Sprechern und rundum gelungener Musikuntermalung umgesetzt wurde, aber die Geschichte leider leicht voraussehbar ist und somit den Hörer nicht derartig stark zu fesseln vermag, wie vorhergehende Produktionen. Deshalb gibt es nur 3,5/5 Punkten.

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