Sonntag, 19. April 2009

Gruselkabinett Nr. 30 - Der Vampir

Die Erzählung "Der Vampir" von John William Polidori wurde bereits mehrfach vertont. Titania Medien präsentiert mit Folge 30 des Gruselkabinetts ein atmosphärisch sehr dichtes und mitreißendes Hörspiel. Für mich stellt es die gelungenste Umsetzung des Stoffes dar.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Ein nobler Jüngling wird in die Gesellschaft eingeführt und meint seinen ersten Freund gefunden zu haben, den er kurz darauf auf eine Europareise begleitet. Schon bald wird ihm dieser Freund unheimlich bis sich schließlich herausstellt, dass dieser ein Vampir ist. Wegen eines Eides, darf der Protagonist vorübergehend nicht die Identität des Vampires verraten und muss somit zusehen, wie dieser Unheil verbreitet.

Die Hauptperson wird von Patrick Bach hervorragend gesprochen. Sehr erfreut war ich darüber Christian Stark zu hören in einer für mich ungewohnten Rolle: Als Vampir! Dies hat mir sehr gut gefallen, denn seine Stimme erinnert an Dracula aus Gruselkabinett 16-19, damals von Achim Höppner gesprochen. Er ist nicht der brutale Vampir, vielmehr der charmante. Titania Medien hat mit der Sprecherauswahl wieder einmal ein glückliches Händchen bewiesen: Alle Rollen wurden wunderbar eingesprochen.

Die Atmosphäre entwickelt sich wie stets nicht nur dank der großartigen Sprecher, sondern auch wegen der authentischen Geräuschkulisse und nicht zuletzt der ausgesprochen passend gewählten Musikstücken. Insbesondere bei den Tanzveranstaltungen habe ich dank der guten Musikwahl ein klares Bild vor den Augen.

Fazit:

Die gradlinige Geschichte wird spannend erzählt und unterhält extrem gut. Eine klare Kaufempfehlung.

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