Montag, 24. August 2009

Edgar Wallace (01) Der Hexer


Produktion: Nocturna Entertainment, 2009
Sprecher: Wolf Frass, Patrick Bach, Martin Heckmann, Helmut Zierl, Katja Brügger, Christine Pappert, Ilja Richter, Robert Missler u.a.
Genre: Krimi
Dauer: ca. 53 Minuten


Inhalt:
Das Volk fürchtet den Hexer nicht, die Londoner Unterwelt dafür umso mehr. Denn schlüpft einer durch die Maschen des Gesetzes, tritt der Hexer auf den Plan: Er zwingt die Verbrecher, sich mit ihrer eigenen Waffe zu töten. Selbstjustiz ist ebenfalls ein Verbrechen, doch ist der Hexer auch ein Meister der Maske – so konnte die Polizei noch nie eine Beschreibung von ihm veröffentlichen. Der einzige, der die wahre Identität des Hexers kennt, ist Chiefinspector Bliss. Und Bliss kennt auch das nächste Opfer, Rechtsanwalt Maurice Messer, der die Schwester des Hexers in den Tod getrieben hat und dafür nicht bestraft wurde ...

Die Handlung:
Die Kriminalgeschichte "Der Hexer" von Edgar Wallace ist einer der bekanntesten Kriminalromane der Welt. Unzählige Buchauflagen und Verfilmungen zieht sie hinter sich her. Auch einige Hörspielvertonungen haben den Markt betreten und auch schon wieder verlassen. Berühmt sind hier die Hörspiele von Europa und Maritim. Und nun nahm sich Sven M. Schreivogel der Vorlage an und bearbeitete sie zeitorientiert. Trotz der zeitgemäßen Bearbeitung geht der Charme der Originalgeschichte nicht verloren. Gute bis glänzende Dialoge, spannende Szenen und nahe an der Vorlage. Der Verlauf der Geschichte, den er zum größten Teil beibehalten und nur noch gekürzt hat, wird immer rasanter und unheimlicher.

Sprecher: Durch die Besetzung konnte das Hörspiel bei mir besonders punkten. Wolf Frass ist Sir John. Patrick Bach, ein sehr talentierter Sprecher, der u.a. auch schon die neubearbeitete Form der Schatzinsel einsprach, glänzt hier als junger Scotland Yard Mitarbeiter Wembury, dem der neuentdeckte und erfrischende Sprecher Clemens Gerhard als Inspektor Bliss zur Seite gestellt wird. Seine Auftritte wirken sehr angenehm. Weiter geht es mit der rauhen Katja Brügger, die als Frau des Hexers, Cora Ann, ins Spiel kommt. Helmut Zierl, den man vor allem aus dem Fernsehen kennt, begeistert den Hörer als Dr. Arthur Lomond, der sehr zwielichtig zu sein scheint. Ija Richter hat auch eine kleine Rolle als Gerichtsmediziner bekommen. Martin Heckmann, u.a. Erzähler der Sherlock Holmes Criminal Bibliothek, hat als zwielichtiger Anwalt Maurice Messer eine Rolle inne, die sehr widerwärtig rüberkommt, aber auch so sein soll. Er war für mich für diese Rolle zwar eine ungewöhnliche, aber überzeugende Wahl. Die Besetzung trägt weitere Namen wie Christine Pappert, Robert Missler und u.a. auch Sven M. Schreivogel, der auch für die Bearbeitung zuständig war.

Musik und Geräusche:
Mit Konstantinos Kalogeropoulos ist Sven Schreivogel ein Glücksgriff gelungen. Das Intro des Hörspieles ist zwar zu lang geraten, aber der Soundtrack ist schön zeitgemäß und erfrischend. Streckenweise erinnert er sogar an die britischen TV-Krimis, was durchaus ein Lob darstellen soll. Davon kann noch mehr kommen. Die Geräusche beleben das Hörspiel und verleihen ihm so ein realistisches Bild, das ebenfalls an die britischen TV-Krimis erinnert.

Cover: Beim Cover hat man sich leider vertan. Es bietet durchaus Wiedererkennungswert, aber da eine Reihe geplant ist, stellt es sich als äußerst schwierig dar, das Layout zu halten. Ein Reihendesign mit einer schönen Illustration wäre um einiges besser gewesen. Das Booklet bietet die üblichen Produktionsinformationen und eine schöne Bildergalerie der Sprecher.

Gesamtfazit:
Hierbei handelt es sich um eine erfrischende Produktion mit toller Besetzung, gutem Soundtrack und gewöhnungsbedürftigem Coverartwork. Dieses Hörspiel kann ich nicht nur Krimifans empfehlen!


13 Punkte / Note 2

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