Sonntag, 7. Juni 2009

Morland (01) Die Rückkehr der Eskatay


Produktion: Headroom 2009
Sprecher: Ulrich Noethen, Bastian Pastewka, Matthias Koeberlin, Céline Vogt, Benjamin Degen, Ernst-August Schepmann, Wolf Aniol, Jan-Gregor Kremp, Traugott Buhre, Wolfgang Rüter u.a.
Genre: Fantasy
Dauer: ca. 230 Minuten


Inhalt:
Hoch im Norden zwischen schneebedeckten Bergen und rauchenden Industrieschloten erleben die Menschen des Landes keine guten Zeiten. Sie hungern, es kommt zu Aufständen, die Geheimpolizei ist allgegenwärtig. In dieser unruhigen Zeit tauchen plötzlich Jugendliche auf, die magische Fähigkeiten besitzen. Eine gnadenlose Hetzjagd auf Tess, York und Hakon beginnt. Gleichzeitig erschüttert eine rätselhafte Todesserie das Land. Überall werden Leichen geborgen, die definitiv keine Mordopfer sind. Sie haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind kopflos...


Die Handlung:
Eine fantasievolle Geschichte, geflochten aus vielen Fantasyelementen und einer großen Prise Krimi. Peter Schwindt beeindruckt durch seine neue Trilogie, wobei bis jetzt nur der erste Band erschienen ist, der Zweite aber noch dieses Jahr erscheinen soll. Er entführt den Hörer in ein Land hoch im Norden, genannt Morland. In gewisser Hinsicht ähnelt das Land unserer Welt, wenngleich doch einige Unterschiede bestehen. Dort tauchen Jugendliche auf, die über besondere Fähigkeiten verfügen. Eine Legende wird wahr und die zerstörerischen Eskatay kehren zurück. Oder doch nicht?

Sprecher: Präsentiert wird die Geschichte von sowohl bekannten wie auch weniger bekannten Sprechern. Hier treffen wir sowohl einen genialen Ulrich Noethen an, als auch einen meisterhaften Matthias Koeberlin, der es mit Leichtigkeit versteht, wie bei seinen Hörbuchlesungen auch, und zeigt, dass er nicht nur ein toller Schauspieler ist. Bastian Pastewka hat auch seinen Weg in die Hörspielbranche gefunden. Zumindest in dieser Produktion. Er schafft es, auch das komplette Gegenteil seines Comediandaseins wahrzunehmen, nämlich die Rolle des Bösewichts. Sowohl die Jungsprecher Céline Vogt und Benjamin Degen als auch alle anderen Sprecher wie Wolf Aniol, Jan-Gregor Kremp und Ernst-August Schepmann lassen das Hörspiel lebendig werden und sorgen für eine gute Unterhaltung. Zwar hat man mit Benjamin Degen nicht unbedingt die Idealbesetzung für eine der Hauptrollen gefunden, da er zu viele Stimmschwankungen erlebt und manchmal falsche Betonungen abliefert. Aber genau so aufgebracht und verwirrt könnte man sich einen Jungen vorstellen, der erfährt, dass er adoptiert wurde und eine mysteriöse Gabe innehat.

Musik und Geräusche:
Leonard Koppelmann hat ein atemberaubendes Fantasyspektakel inszeniert, bei dem sowohl die vielen Geräusche, als auch die Musikuntermalungen und die Actionszenen stimmen. Die Inszenierung vermittelt dem Hörer das Gefühl, Beiwohner der Geschichte und auch auf der Flucht vor der Geheimpolizei zu sein. So gefühlvoll und atemberaubend inszeniert ist dies ein rechter Gaumenschmauß für die Ohren.

Cover: Zu sehen gibts das originale Cover des Buches. Die CDs sind in einer Kartontasche verstaut und Infos werden sowohl über die komplette Sprecherliste als auch die Produktionsfakten und die Tracklist sowie Inhaltsangabe geboten.

Gesamtfazit:
Kaum hat das Hörvergnügen, welches knappe vier Stunden andauert, geendet, wartet man schon sehnsüchtig auf die nächsten zwei Teile. So ergeht es zumindest mir, denn das Hörspiel ist wirklich gut geworden und kann in allen Belangen überzeugen. Hierfür kann ich eine unbedinge Kaufempfehlung ohne schlechtem Gewissen aussprechen!

15 Punkte / Note 1

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