Samstag, 10. Juli 2010

Die letzten Helden - Erster Akt (01) Über den Wolken Mordens


Produktion: Holysoft 2010
Sprecher: Christian Rode, Dietmar Wunder, Bernd Rumpf, Engelbert von Nordhausen, Lutz Mackensy, Mario Hassert, Lutz Riedel, Kim Hasper, Hans-Georg Panczak u.a.
Genre: Fantasy
Dauer: ca. 123 Minuten


Inhalt:
Das Konzil der Elemente. Ein sagenumwobener Ort, an dem unsterbliches Wissen verborgen liegt. Nur ein verbotenes Ritual zeigt demjenigen den Schlüssel, der sich seinem eigenen Tod stellen wird. Als die Grafschaft von Falkenfels durch einen unbekannten, aber übermächtigen Gegner überfallen wird, sieht der Graf nur eine Möglichkeit, seinen Sohn Amon zu retten. Der Magier X soll mit ihm auf die Reise gehen, um das Konzil der Elemente zu finden.

Doch bereits auf der ersten Etappe der Reise zeigt sich, dass ihnen dunkle Kräfte auf den Fersen sind. Denn über den Wolken Mordens kommt es zu einem heimtückischen Giftanschlag...

Die Handlung:
David Holy möchte eine der größten Hörspielproduktionen auf den Markt bringen. Und das beginnt er mit einer Geschichte, die auf zwei Silberlingen ihren Platz findet. Er erzählt von einem zutiefst gedehmütigten Magier, der selbst nur den Namen X trägt. Von einem Jungen, welcher irgendwann in die Fußstapfen seines Vaters, des Grafen von Falkenfels, treten soll. Und von einem Luftschiff, auf dem sich ein grauenhafter Mord ereignet. Holy führt gekonnt in die Szenerie ein, ohne das rasende Tempo zu vergessen, das durch die plötzliche Flucht entstand. Dies geht nahtlos über in das besondere Mörderspiel, das sich darauf auf dem Luftschiff abspielt und alle Beteiligten an den Nerven zu zehren vermag. Dabei vergisst er auch nicht, seinen Charakteren eine besondere Tiefe zu verleihen.

Sprecher: Die Serie verspricht mehr als 300 verschiedene Sprecher. Allein schon in der ersten Episode des ersten Aktes begegnen dem Hörer allein schon 27 Sprecher, darunter ein paar Rollen, die langlebiger sind. Wo soll ich anfangen? Sie sind alle gut bis sehr gut besetzt. Begeistert war ich von Kim Hasper, der seiner jugendlichen Rolle mehr Energetik und jugendlichen Witz verschrieb, als ich mir hätte vorstellen können. An seiner Seite ein perfekter Dietmar Wunder als Sir X. Als alleswissender Chronarius fungiert Christian Rode mit einer Gelassenheit und Professionalität, die er spielend an den Tag legt. Auch Engelbert von Nordhausen, Lutz Riedel, Hans-Georg Panczak, Lutz Mackensy, Mario Hassert, Bernd Rumpf, Regina Lemnitz, Thomas Danneberg, Santiago Ziesmer, Bert Stevens, Detlef Bierstedt und Claudia Urbschat-Mingues tragen ihren Teil zur Belebung der fantasievollen Geschichte bei und zeigen sich von einer ihrer besten Seiten. Auch an dem Rest der Besetzung habe ich nichts auszusetzen, obwohl man sich bei einigen kleineren Rollen streiten kann, ob sie wirklich gut besetzt wurden.

Musik und Geräusche:
Konstantinos Kalogeropoulos zeigt sich und seine musikalische Ader von der besten Seite. Gepaart mit den vielen Geräuschen und fantasievollen Geräuschkulissen ergibt die allein schon traumhafte und fantastische Musik einen Einklang, der den Hörer mit in dieses große Abenteuer nimmt.

Cover: Das Artwork ist 1A. Die Front ziert ein tolles und fantasievolles Logo, sowie eine sehr schöne Illustration von Sven Weiß, die einige Teile der Geschichte darstellt und in einem sehr schicken Layout verpackt wurde, das ein Buch darstellt. Das Booklet enthält eine Tracklist, eine Übersicht über den kompletten ersten Akt, der aus sechs Episoden besteht sowie die Produktionsfakten mit Cast und Team. Allerdings hätte man das Booklet noch umfangreicher gestalten können, wenn man bedenkt, dass es eine der größten Hörspielproduktionen werden soll.

Gesamtfazit:
Was soll man da noch viel sagen? Eine riesige und detailreiche Welt eröffnet sich vor den Ohren des Hörers, perfekt besetzt und in akustischem und grafischem Gold badend. Selbst die oft zu kurz kommende Charaktertiefe wird man hier finden. Eine überragende Hörspielproduktion, die ich uneingeschränkt und mit bestem Gewissen jedem Hörspielfan empfehlen kann!

14 Punkte / Note 1

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