Donnerstag, 29. Juli 2010

Folge 011: Die Falschmünzer vom Mäuseweg

Handtaschenräuber machen seit vier Monaten die TKKG-Stadt unsicher. Als Frau Sauerlich Opfer dieser Verbrecher wird, schalten sich TKKG ein und kurz darauf kriegen sie es auch noch mit einer Fälscherbande zu tun.
H.G. Francis hat das Buch gut gekürzt. Alles wichtige ist enthalten. Unter anderem sind zwei Szenen zu einer verarbeitet, um Zeit zu sparen. Ein Vorteil bei der Sache ist, die hinzugekommene Teilnahme von Klößchen. Leider hat sich mit dem Hinzufügen von Klößchen auch gleich ein Fehler ergeben: Tarzan hängt Klößchen mit dem Fahrrad ab, doch im Augenblick, als Tarzans Verfolgter sein Ziel erreicht, ist Klößchen auf einmal wieder bei Tarzan. Da war er wohl mal ganz fix unterwegs.
Allgemein liegt der Schwerpunkt der Folge auf Tarzan und Klößchen. Denn wenn Tarzan im Buch alleine unterwegs ist, wird Klößchen in die Szenen hineingeschrieben. Dadurch wurde es möglich aus vielen Erzählertexten und Schlussfolgerungen Dialoge zu schreiben.
Klößchen erhält – wie bei Hans Gerhard Franciskowsky üblich – viele neue Textzeilen, mit witzigen Sprüchen, die es im Buch nicht gibt. Klößchen wünscht sich eine Belohnung in Form von Schokoladetafeln zu erhalten und er sagt, die Polizei sei nur noch zum Verhaften da, den Rest mache Tarzan.
Bei diesem Hörspiel ist es mir erstmals bewusst geworden, wie sich die Leute ansprechen: beim ersten Mal stets mit vollem Namen, sofern der Erzähler ihn noch nicht nannte. Das klingt ein wenig merkwürdig. Ein Beispiel: „Wie siehst du denn aus, Gernot Plasch?“, fragt Kowalske.
Die Sprecher – besonders die Stammsprecher – leisten eine hervorragende Arbeit. Trotz guter Leistungen bleiben viele Sprecher ungenannt. Am wenigsten kann ich dies bei dem Postboten Rickemann verstehen, der von Gottfried Kramer gesprochen wird.
Die Sprecherin der Köchin der Sauerlichs wird nicht genannt. Ihre Stimme passt auch nicht so richtig. Sie klingt eher genervt als freundlich – nicht wie im Buch beschrieben.
Die Kioskverkäuferin ist im Inlay auch nicht aufgeführt sowie der Sprecher des lispelnden Polizisten. Im Buch sagt dieser Polizist nicht einmal etwas.
Elke Reissert als Frau Sauerlich geht in Ordnung. Bei den TKKG-CD-ROMs von Tivola war die Rolle passender zur Buchbeschreibung besetzt. Heidi Berndt spricht deutlich höher. Noch besser ist bei Tivola Robert Missler als Herr Sauerlich. Dort wird sogar das in die Luft Heben des Zeigefingers von Herrn Sauerlich gezeigt und entsprechend spricht Robert Missler. Im Hörspiel vermisse ich dies. Gesprochen wird Klößchens Vater hier von Andreas Wolters – und leider nicht so überzeugend wie bei der ersten Folge.
Die Geräuschkulisse ist äußerst gelungen. Ebenso die Auswahl der Musikstücke, die mir besonders bei der alten Auflage gefallen haben. Die Atmosphäre gefällt mir bei dieser, aufgrund der Musik von Carsten Bohn, deutlich besser. Die Neuauflage beinhaltet zwar ebenfalls eine gute Musikauswahl, doch ist diese deutlich lauter und auch bisweilen düsterer ausgefallen. Wahrscheinlich sind die neuen Stücke so laut, um die alten zu übertönen.

Fazit
Zum ersten Mal gibt es Gangster-Dialoge in einem TKKG-Hörspiel. Zum Glück ist nur einer und  daher stört er nicht. Das Buch wurde gut umgeschrieben und besonders Klößchens neue Sprüche wissen zu begeistern. Insgesamt ein tolles Hörspiel.

85% / 12,75 Punkte / Schulnote: 1-2

Eine Original-Rezension von TKKG-Site.de
Link zur Original-Rezension: Kommissar Zufall hat uns schon oft geholfen

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