Montag, 12. Juli 2010

Insignium (03) Das schwarze Reich


Produktion: Maritim Studioproduktionen 2010
Sprecher: Helmut Krauss, Florian Halm, Dietmar Wunder, Bernd Vollbrecht, Gertie Honeck, Andreas von der Meden, Michael Habeck, Torsten Münchow, Peter Groeger u.a.
Genre: Thriller
Dauer: ca. 64 Minuten


Inhalt:
Als Sante della Vigna einwilligt, eine weitere geheime Mission im Auftrag des Papstes zu übernehmen, ahnt er noch nicht, dass er damit sein eigenes Todesurteil besiegelt. Denn zunächst erscheint sein neuester Auftrag wenig aufsehenerregend:
Der päpstliche Sonderermittler soll den mysteriösen Tod eines katholischen Bischofs aufklären, der während des Zweiten Weltkriegs unter nie geklärten Umständen ums Leben kam. Doch mit diesem Fall öffnet Sante della Vigna die Pforten zu einem der dunkelsten Kapitel der Kirchengeschichte...
Bei seinen Ermittlungen stößt der Geistliche auf ein blutbeflecktes Geheimnis, das sich um die legendäre Lanze des Longinus und die deutsche Wewelsburg rankt. Und schon bald muss er begreifen, dass er seine Gegner im Vatikan diesmal unterschätzt hat - denn völlig unvorbereitet gerät Sante della Vigna in die Fänge des schwarzen Reichs...

Die Handlung:
Ascan von Bargen schickt seinen päpstlichen Sonderermittler Sante Della Vigna erneut in ein gefährliches Abenteuer, das ihn dieses Mal sogar nach Deutschland führt. Doch auch historisch geht es in die geschichtliche Ebene, als das NS-Regime noch an der Macht war. So verwindet Bargen die Geschichte der Kirche und des NS-Regimes miteinander und begründet dies mit einem Mordfall, um den sich Verschwörungstheorien drehen. Die Lanze des Longinos ist dabei ein wichtiger Teil der Geschichte. Ein bisschen Action darf dabei nicht fehlen, dennoch wirkt die Story der vorliegenden Folge irgendwie gerafft und zu kurz. Hier hätte einfach noch mehr passieren können, kaum ist Della Vigna in Deutschland, gehts auch schon zur Wewelsburg. Eine Laufzeit von 80 Minuten hätte hier durchaus nicht geschadet.

Sprecher: Hochkarätige Sprecher wurden für diese Serie gecastet. Und hochkarätige Sprecher hat man auch bekommen. Neben Helmut Krauss, Florian Halm und Bernd Vollbrecht spricht Dietmar Wunder die wichtigste Hauptrolle in dieser Serie wie auch in diesem Hörspiel. Er ist der päpstliche Sonderermittler Sante Della Vigna und das kann Dietmar Wunder perfekt umsetzen. Kein anderer versteht es, in dieser Leichtigkeit zu sprechen, ohne zu ruhig zu klingen. Dies hat er schon mehrmals gezeigt, als er Daniel Craig in seiner neuen Rolle als James Bond synchronisierte. Helmut Krauss gibt sich kühl und gelassen und... er darf hier im Verschwörungsgenre einfach nicht fehlen. Florian Halm ist der seelensgute und aufmunternde Don Aurelio, der nicht von Vignas Seite weicht. Zum ersten Mal bricht Bernd Vollbrecht aus seiner Rolle des Kardinal Antonio Velarez, der bisher immer alles befolgte, was Kardinal Saviero Capani sagte, heraus und nimmt es selbst in die Hand, Della Vigna Steine in den Weg zu schmeißen. Doch langsam nimmt der böse und mörderische Gegner Della Vignas Gestalt an... Als böse Gegenspielerin Greta Wolff in Deutschland wurde Gertie Honeck besetzt. Ich muss zugeben, ich hätte Frau Honeck nicht erkannt, hätte ich nicht im Booklet gelesen, dass sie die Rolle spricht. In weiteren Rollen, die meiner Meinung nach alle gut besetzt sind, sind Andreas von der Meden, Michael Habeck, Torsten Münchow, Peter Groeger sowie Claudia Burges und Ole Pfennig zu hören.

Musik und Geräusche:
Der Soundtrack passt zu diesem Hörspiel wie die Faust aufs Auge. Sowohl die Titelmusik, die das Lied Amaranth von Nightwish darstellt, als auch der orchestrale Score, der von Mönchsgesängen unterstützt wird. Und dazu noch die zahlreichen Geräuschkulissen und Effekte. All diese Bestandteile runden das Hörspiel perfekt ab.

Cover: Wiederum in schmuckem Design, das vom allgemeinen Layout der Maritimcover abfällt, präsentiert sich das Cover der neuen Folge aus der Reihe Insignium - Im Zeichen des Kreuzes. Im schönen Booklet enthält sich sowohl ein Begleittext zur Serie, als auch eine Information zur Band Nightwish und die üblichen Produktionsinfos.

Gesamtfazit:
Auch das neue Hörspiel der neuen Reihe folgt dem bisherigen Beispiel der zwei Startfolgen und entpuppt sich als spannendes und gut inszeniertes Verschwörungshörspiel, das auf den Spuren großer Vatikanthriller wandelt, auch wenn es dennoch weniger Verschwörung und Action innehat, als man vermutet. Auch bei der Länge hätte mehr machen können.

13 Punkte / Note 2

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