Dienstag, 24. August 2010

Hamburg Krimis (02) Fegefeuer am Grindel


Produktion: Vitaphon 2010
Sprecher: Nina Petri, Andreas Pietschmann, Marlen Diekhoff, Annette Gunkel, Robert Missler, Douglas Welbat u.a.
Genre: Krimi
Dauer: ca. 72 Minuten


Inhalt
: Vier Menschen sollen dran glauben, das hat Marina sich vorgenommen. Sie weiß nämlich, dass sie sterben muss, und will sich vorher rächen: an ihrem Geliebten in der Unibibliothek, am Stiefvater, ihr Erzeuger wird folgen und schlussendlich Dr. Kleineidam, ihr Arzt. Noch sind winzige Details zu klären, z.B. Kann man mit E 605 wirklich töten? Braucht jeder Mord eine neue Methode?

Die Handlung:
Regula Venske, eine bekannte Autorin aus Hamburg, erzählt von einer jungen Frau - Marina - die Krebs hat und sich an fünf Personen aus ihrem Leben rächen will. Sie schildert die einzelnen Schritte, die für ihre Protagonistin nötig sind, um die Morde zu begehen. Dabei begeht auch Regula Venske kleine Morde. Zumindest in der Logik der Geschichte. Schwach ist dann auch die Erzählung, wie die Protagonistin mit ihrem Gewissen und ihren eigenen Problemen kämpft. Sogar die Spannung wird hier fast ganz vernachlässigt und eine lange Spur aus Langeweile zieht sich dahin...

Sprecher: Mit der Besetzung war ich auch nicht zufrieden. Beginnen wir mit dem Übervater in Hörspielen. Der Erzähler. Diesen übernahm Andreas Pietschmann. Er spricht seine Erzählrolle, als wäre ihm langweilig und er müsse wenigstens irgendwas machen. Routine und Professionalität sucht man hier vergebens. Dafür überzeugt Nina Petri, die ab und zu als Hauptprotagonistin auch was zu sagen hat. Man hätte dennoch aus dem Skript mehr Hörspielcharakter schöpfen können und ihren Hauptpart ausleben lassen können. So hat sie nur eine kleine Rolle. Selbst als Hauptfigur... Die restlichen Sprecher sind alle gut, wenn auch nicht besonders hervorzuheben.

Musik und Geräusche:
Gottseidank hat man hier nicht auf den Einsatz von Musik und Geräuschen verzichtet. Wenn hier zwar auch nicht stark präsent, hat man wenigstens ein bisschen an eine Inszenierung gedacht, nachdem es eh kein Hörspiel wurde.

Cover: Das Cover ist wieder sehr schwarz gehalten. Das Booklet ist dick und vollgepackt mit Informationen zu den Hauptsprechern, den Sprechern, dem Autor und dem Label. Wenn man das Booklet ausklappt, ensteht daraus ein Teil der Stadtkarte von Hamburg, auf dem man laut der Beschreibung die Geschichte des Hörspiels nachverfolgen kann.

Gimmicks: Wieder liegt als Bonusmaterial ein Gimmick bei. Diesmal gibts zusätzlich zum Hörspiel ein kleines Kartenspiel, das wohl an das aus der Geschichte erinnern soll.

Gesamtfazit:
Im Gesamtschnitt gerade noch befriedigend. Die Story ist vorhersehbar, bietet dennoch kleine interessante Punkte. Leider scheint dieses "Hörspiel" auch an der Inszenierung und am Erzähler etwas zu scheitern...

10 Punkte / Note 3

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