Donnerstag, 30. September 2010

Die letzten Helden - Erster Akt (04) Das Herz des Kristallwaldes


Produktion: Holysoft Studios 2010
Sprecher: Lutz Riedel, Jürgen Thormann, Tilo Schmitz, Gerhard Acktun, Helgo Liebig, Thomas Petruo, Kim Hasper, Engelbert von Nordhausen, Dietmar Wunder, Christian Rode u.a.
Genre: Fantasy
Dauer: ca. 110 Minuten


Inhalt:
Die Suche nach dem Konzil der Elemente, jenem sagenumwobenen Ort ewigen Wissens, treibt den Magier X und seinen jungen Begleiter Amon von Falkenfels immer weiter an. Mit seinen letzten Worten gab Bastrabun, der Titan der Erde, einen neuen Hinweis auf den Aufenthaltsort, dem die beiden Gefährten nun in Ristan, einer kleinen Gemeinde im Herzen des Kristallwaldes, nachgehen. Tatsächlich treffen sie bald auf einen als einsamer Eremit lebenden Druiden, der weit mehr über ihr Ziel zu wissen scheint, als sie es sich erhofft hatten. Doch einmal mehr steht ihre Reise unter keinem guten Stern, denn eine geheimnisvolle Seuche hat das Dorf Ristan heimgesucht: Der rote Tod...

Die Handlung:
Holy lässt seine einsamen Gefährten in mysteriöse Gefielde verschiffen: Ein mysteriöses Dorf, heimgesucht von einer seltsamen Seuche, deren Name "Roter Tod" nur geflüstert wird. Doch nicht nur der Ort ist hier seltsam und unheimlich, auch die Bewohner scheinen Geheimnisse zu haben, die sie nicht preisgeben möchten. Auch eine geheimnisvolle Zigeunerin schleicht durch das Dorf, die ein bestimmtes Ziel vor Augen hat... Der Autor David Holy verknüpft erneut unheimliche Ereignisse und eine Vielzahl von seltsamen Charakteren, die dennoch anfangs normal erscheinen. Hintergründig spinnt er den roten Faden weiter und setzt Wendung um Wendung ein, um ein aufgewühltes und hektisch düsteres Bild zu fabrizieren. Dabei vergisst er auch nicht den gut eingesetzten Humor, der diese Serie auszeichnet. In keiner einzigen Szene werden die witzigen Dialoge zu einem Störfaktor, man kann sogar sagen, dass sie genau das Gegenteil sind. Sie verschmelzen mit einem wohltuenden Klang mit der fantastischen Geschichte.

Sprecher: Zum bereits vierten Mal hält man, was man verspricht. Dieses Mal glänzt Jürgen Thormann neben den Standardrollen, die wunderbar durch Dietmar Wunder, Christian Rode, Kim Hasper, Engelbert von Nordhausen und Lutz Riedel besetzt wurden, in seiner Hauptrolle als Bürgermeister der kleinen und mysteriösen Gemeinde Ristan. Er wirkt erfrischend und genial. Thomas Petruo haucht dem Kristall- und Andenkenhändler Gisbert Wolkenfang sein Leben ein. General Leichenlord wird von Tilo Schmitz zum Leben erweckt. Im ersten Moment dachte ich, Engelbert von Nordhausen wurde doppelbesetzt, da sich die beiden Sprecherstimmen in gewissen Punkten gleichen. Allerdings hätte Tilo Schmitz weniger Witz, dafür mehr Ernsthaftigkeit und einen unheimlichen Flair in seine Stimme legen können, um seiner Rolle mehr Würze zu verleihen und sie düsterer darzustellen. Gerhard Acktun lässt seine Rolle des Totengräbers von Ristan den Toten ewige Ruhe spenden. Einen genialen Fischzug liefert Helmut Buschbeck mit seiner Minirolle des Fischers, die gleich am Anfang zu hören ist. Ariane Borbach verstellt sich und mimt die Zigeunerin Cassandra, wobei ihr Dialekt zu aufgezwungen klang. Eben überdeutlich, was das Hörerlebnis etwas schmälert. In weiteren Rollen sind sowohl Neulinge im Sprechergewerbe wie auch bekannte Synchronsprecher zu hören. Namentlich: Herbert Tennigkeit, Pia Lindner, Sven Rothkirch, Daniel Langer, Tom Steinbrecher, Nadine Heidenreich, Sascha Kiss, Marie-Christin Natusch, Sebastian Liebich, Oliver Buchsteiner, Roland Wolf, Claus J. Appel, Manfred Callsen, Helgo Liebig, Felix Wuergler, Stefan Naas, Christopher Albrodt, Anke Reitzenstein, Marlon Siedel sowie Peter Serg und Paul Conrad.

Musik und Geräusche:
Einer der großen und glänzenden Bestandteile dieser Serie ist zweifelsohne der fabelhafte Soundtrack des jungen Komponisten Konstantinos Kalogeropoulos, der immer weiter fantastische Klänge für die Hörspiele liefert. Wie in Ekstase verschmilzt durch die meisterhafte Regiearbeit von Björn Korthof der sinfonische Bestandteil des Hörspiels mit den ausgeklügelten Audiokulissen und haucht so dem Hörspiel realistisches Leben ein.

Cover: Man hat sich aufgerafft und präsentiert ab dieser Folge den Fans und Hörern nicht nur ein kleines schön gestaltetes Booklet, in dem die wichtigsten Informationen enthalten sind, sondern wagt sich an ein mehrseitiges und hübsch gestaltetes Booklet, das den Namen "Booklet" voll verdient. Man bekommt weitere Illustrationen zu sehen. Auch weitere Informationen zu Charakteren der Folge und zu den Handlungsorten werden geboten.

Gesamtfazit:
Durch die Aufwertung des Booklets in dieser umfangreichen Form gibt es nun nichts mehr, das bei dieser Hörspielserie zu fehlen scheint. Das Hörspiel glänzt erneut mit einer tollen Sprecherriege - mit minimalen Abstrichen, einer fabelhaften Inszenierung, sowie einem guten Cliffhanger und einem tollen Artwork. Mehr!

14 Punkte / Note 1

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