Freitag, 24. September 2010

Hamburg Krimis (04) Grüne Hölle Hagenbeck


Produktion: Vitaphon 2010
Sprecher: Till Demtröder, Jens Wawrczeck, Claudia Schermutzki, Robert Missler, Susanne Ulke, Annette Gunkel u.a.
Genre: Krimi
Dauer: ca. 55 Minuten


Inhalt
: Das große Sommerfest des Hamburger TV-Senders RAW im Tierpark Hagenbeck. Die feine Hanseatische Gesellschaft und die bunte Medienwelt treffen aufeinander und feiern sich selbst. Unerklärlicherweise verschwindet der fünfjährige Ronni Heinze spurlos und Claudia, die attraktive Assistentin des Fernsehdirektors, hat ein wahnsinnig aufregendes Erlebnis. Irgendwann später, bei Vollmond, wird ihre Leiche am Steilhang zum Elefantengehege gefunden. Ein Ritualmord? Kommissar Fedder ermittelt, rein zufällig ist er Gast bei dem Ereignis des Jahres. Kann er den spektakulären Fall lösen?

Die Handlung:
Für einen gut durchdachten und ansprechenden Krimi, also die Vorlage für dieses Hörspiel, hat Frank Göhre gesorgt. Aus verschiedenen Sichten schildert er meißt die Vorgeschichte zum eigentlichen Verbrechen. Diese scheint hier bei diesem Krimi von enormer Bedeutung zu sein. Menschliche und alltägliche Probleme werden dabei in den Vordergrund gestellt. Er beleuchtet jeden einzelnen Charakter, der von Bedeutung ist. Am Ende schließt er gekonnt die Fäden.

Sprecher: In der Hauptrolle ist Till Demtröder als Kommissar Fedder zu hören. Gekonnt gibt er den lässigen Kommissar, der allerdings auch mit Problemen zu kämpfen hat. Jens Wawrczeck lässt den Großkotz raushängen und beweist, dass er nicht nur "nette" Rollen meistern kann. Claudia Schermutzki übernimmt mit weiblichem Charme die Rolle der Tatjana. In weiteren Rollen sind Robert Missler, Susanne Ulke, Jan Käpernick sowie Annette Gunkel und Ansgar Döbertin zu hören.

Musik und Geräusche:
Bei der Inszenierung möchte ich schon fast von einem Hörspiel sprechen. Geräusche und Geräuschkulissen wurden gezielt und großflächig eingesetzt. An Musik, die das Ganze auch etwas auflockert, wurde nicht gespart.

Cover: Aus dem schwarzen stilreichen Cover sticht wieder das Folgenlogo, diesmal in Grün gehalten, heraus. Das Booklet ist gefüllt mit Informationen zur Produktion und zum Cast. Klappt man das Booklet auf, erhält man wieder - wie in jeder Folge - den Ausschnitt des Stadtplans von Hamburg, auf dem man mithilfe von Spielfiguren das Geschehen nachverfolgen kann.

Gimmicks: Als kleines Gimmick gibt es eine Ermäßigungskarte für den Tierpark und das Aquarium Hagenbeck.

Gesamtfazit:
Von der Gesamtinszenierung gesehen, ist man sehr weit weg vom Stil der inszenierten Lesung, die in den ersten drei Teilen vorherrschte. Zwar wird noch vieles von Charakteren in der Ich-Erzähler Variante erzählt, das scheint aber auch nötig zu sein und bietet keine Längen. Es handelt sich um einen gut inszenierten und toll besetzten Krimi. Was ich zu hören bekam, kann ich ruhigen Gewissens weiter empfehlen.

14 Punkte / Note 1

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