Dienstag, 29. März 2011

Mind Napping (02) Die 9 MM-Erbschaft


Produktion: Audionarchie 2011
Sprecher: Gordon Piedesack, Rüdiger Schulzki, Patrick Bach, Christine Pappert, Martin May, Sylvie Nogler, Wolf Frass u.a.
Genre: Psychothriller
Dauer: ca. 60 Minuten


Inhalt:
Erst der Selbstmord ihres Vaters bringt die Brüder Richard und Brendan wieder zusammen. Sie besuchen die Orte ihrer glücklosen Kindheit. Tief in den Wäldern der amerikanischen Ostküste. Doch sie sind nicht allein. Etwas folgt ihnen. Schlägt immer wieder brutal zu. Konfrontiert die Brüder mit den Schrecken der Vergangenheit. Und treibt sie in den Wahnsinn...

Die Handlung: Alles beginnt mit einem mysteriösen Tonband, das während einer Testamentseröffnung abgespielt wird. Danach nimmt die Geschichte anfangs einen normalen, wenn auch etwas seltsamen Verlauf. Stetig baut der Autor Spannung auf und weckt immer wieder Ängste und auch Misstrauen. Die Geschichte taucht immer weiter in einen Nebel aus verwirrenden Fäden und düsteren Erlebnissen ein, bis man mit lautem Getose das Finale einläutet und ein geniales Ende serviert, das wohl keiner so erwartet hätte...

Die Besetzung:
Wie auch bei Folge 1 kann Mindnapping wiederum einen prominenten Cast vorweisen. Federführend geleitet Gordon Piedesack durch die mysteriöse Geschichte. Patrick Bach steht im Mittelpunkt der Geschichte. Er spricht einen der beiden Erben Rüdiger Schulzkis, der wiederum den verblichenen James Edward Monroe darstellt. Zweiter Sprössling Monroes - Richard Monroe - wird von Martin May verkörpert. Schulzki und Bach entwickeln ein geniales Spiel, welches das Leben der beiden Brüder sowie deren Wesen dem Hörer näherbringt. In weiteren Rollen sind die vielseits bekannten Stimmen von Christine Pappert, Sylvie Nogler, Wolf Frass, Sascha Rothermund, Konrad Halver und John Ment zu hören, die allesamt ein gutes Schauspiel abliefern und damit ihren Rollen wirkliches Leben einhauchen.

Musik und Geräusche:
Sowohl bei dem Schnitt als auch bei der Musik hat man auf die richtigen Komponenten gesetzt. Die Inszenierung wirkt real und die einzelnen Geräusche und Kulissen wurden passgenau gesetzt. Die Musik trägt im Gegensatz zur ersten Folge enorm zur Spannung bei, da es sich um Suspensemusik handelt.

Cover: Einerseits wirkt das Layout etwas zu comichaft, andererseits passt es gut ins Psychothrillergenre und weckt mit dem bedrohlichen Titelfoto schon ein bisschen Angst. Einzig der Abreisskalender, auf dem die Folgenzahl notiert ist, sticht aus dem Gesamtbild eher negativ heraus, da er zu aufgesetzt wirkt. Im Booklet sind sowohl die Standardinformationen - die interessant aufbereitet wurden - als auch zusätzliche Informationen zur Serie und zum Autor enthalten.

Gesamtfazit:
Im Gegensatz zu "Auf gute Nachbarschaft" wird hier in der zweiten Folge sehr auf Spannung und deren Aufbau mit ihren Begleiterscheinungen und unsichtbaren Fäden geachtet. Ein perfides Verwirrspiel entwickelt sich am Ende zu einer schlüssigen und sehr überraschenden Geschichte, die im wahrsten Sinne des Wortes den Titel "Psychothriller" verdient hat. Auch in allen anderen Belangen weiß das Hörspiel zu gefallen. Empfehlung für einen sehr guten Thriller!

14 Punkte / Note 1

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