Mittwoch, 25. Mai 2011

Die Originale (68) Heidi

Der Klappentext berichtet von dem Erfolg der beiden Heidi-Romane der Schweizerin Johanna Spyri, die 1880 und 1881 veröffentlicht wurden. Dadurch geht total unter, dass im Hörspiel nicht beide Bände behandelt werden. Ich hätte mir gewünscht, als nächste Folge Heidis Rückkehr in der "Die Originale" Reihe veröffentlicht zu sehen. Leider ist das nicht geschehen. Da hat EUROPA bei Old Surehand mehr Geschick bewiesen. Heidis Geschichte bricht leider mittendrin ab.
Nur wenige Sprecher wissen zu überzeugen. Besonders schlimm finde ich Liliane Tagliamonte als Klara. Sie spricht ohne erkennbare Emotionen, übertreibt manchmal bei der Betonung, sodass es sehr gewollt und nicht gekonnt klingt.
Die Besetzung ist ebenfalls besserungswürdig. Die einzige Traumbesetzung ist Katharina Brauren als Großmutter. Wer ein tolles Heidi-Hörspiel hören möchte, muss zur vierteiligen EUROPA-Produktion aus den 80ern greifen, die mit Stephan Chreszinski als Geißenpeter, Madeleine Stolze als Heidi und Gert Hartig ideal und sehr urig besetzt ist. Auch die Figuren aus Frankfurt sind genial besetzt: Ursula Sieg, Andreas von der Meden, Gisela Trowe und viele mehr.
All das fehlt in dieser Produktion. Sie ist absolut altbacken, verstaubt und nur was für Ersthörer, die sich freuen, ihre Originalplatte schonen zu können.
Joachim Rake gibt einen guten Erzähler ab. Mich stört jedoch sein häufiger Einsatz. Nahezu ständig muss er etwas erklären. Das ist völlig Unnötig und trübt durch die ständigen Unterbrechungen den Hörspielgenuss.

Fazit
Ein Hörspiel, auf das man sehr gut verzichten kann. Die spätere EUROPA-Produktion in vier Teilen ist ein Vielfaches besser. Mein Tipp: Auf eine Wiederveröffentlichung der vierteiligen Serie hoffen und dieses Hörspiel im Regal stehen lassen.

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