Samstag, 28. Mai 2011

Gruselkabinett Nr. 51 - Die Mumie

Das Gruselkabinett weiß immer wieder zu überraschen. Bei dem Titel und dem Cover glaubte ich zwar an einen eher gruseligen Inhalt, dass ich mich jedoch so fürchten würde, hätte ich nie gedacht.Marc Gruppe hat die Kurzgeschichte „Lot No. 249“ des Sherlock Holmes Autors Sir Arthur Conan Doyle zu einem packenden Hörspiel umgeschrieben. Alles Unheimliche geht von der Mumie, die als Exponat 249 versteigert wurde, aus.
Abercrombie Smith wird vor einem Mitbewohner gewarnt und schon ist sicher: Merkwürdiges passiert in dem Campusgebäude und weiterem Umfeld. Bewohner werden brutal angegriffen und vermögen sich alleine kaum gegen einen schier übermächtigen Gegner zu wehren. Als Smith der Ursache auf den Grund geht, wird auch er zur Zielscheibe und schreibt seine Erlebnisse auf. Genau an dieser Stelle beginnt das Hörspiel und der Hörer erfährt rasch, was in der Vergangenheit passiert ist. Im Anschluss folgt das Finale mit einem überraschend knappen Ende.

Die Sprecher sind allesamt herausragend gewählt. Das Hörspiel startet mit einem Erzählteil. Dies schreckte mich zunächst ab. Ich wollte kurze knackige Unterhaltung ohne eine lange Einleitung, da ich am Abend des ersten Hörversuchs ungeduldig und aufgebracht war. Ich hörte das Hörspiel deshalb erst später und stellte verblüfft fest, wie kurz die Erzählereinführung geworden ist und wie schnell es zur Sache geht. Diese erzählertypische Einführung kam mir anfangs etwas hölzern vor, bei erneutem Hören beschlich mich dieses Gefühl nicht. Bene Gutjan leistet als Abercrombie Smith gute Arbeit.
Hannes Maurer gefällt mir als unheimlicher Edward Bellingham sehr gut. Stets hat er etwas unheimliches, bedrohliches in der Stimme. Dies fördert sehr die Fantasie und so entsteht alleine durch die Gedanken noch viel mehr Schrecken, als im Hörspiel ohnehin (zunächst) angedeutet wird.

Uli Krohm vermag es der Mumie Laute zu geben, die ich nicht für möglich gehalten hätte: absolut unheimliche, ich lag stocksteif im Bett. Dies geht einher mit der teilweise schaurigen und immer passenden Geräuschkulisse. Die Musikstücke sind nicht minder gelungen ausgewählt. Sie haben „Gabriel Burns“-Charakter, diese einschneidenden, überraschenden Elemente, welche die Spannung ins Maßlose treiben oder an der rechten Stelle ein wenig dabei helfen, die Verspannungen des lauschenden Körpers zu lösen.

Fazit
Ein schauriges Hörspiel, das unbedingt im Dunkeln bei voller Aufmerksamkeit gehört werden sollte. Die Schrecken sind hervorragend inszeniert und die packende Geschichte kommt meiner Meinung nach in einer solchen Atmosphäre am besten zum Tragen.

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