Samstag, 21. Mai 2011

Gruselkabinett Nr. 54 / 55 - Aylmer Vance – Abenteuer eines Geisterseher

Aylmer Vance – Abenteuer eines Geisterseher ist ein Zweiteiler im Gruselkabinett. Auf der ersten CD treffen Aylmer und Dexter aufeinander. Dexter interessiert sich für Aylmers Geistergeschichten und zwei schöne romantische werden erzählt. Des Weiteren wird der Hörer informiert über die Art des Zusammentreffens und dass es einen Grund für Aylmers Anwesenheit in einer abgeschiedenen Gegend gibt…

Der zweite Teil fährt direkt am Ende des ersten, den man auch sehr gut als Einzelhörspiel hören kann, fort. Zunächst wird eine weitere versprochene Geschichte dem guten Dexter erzählt. Direkt im Anschluss zieht Aylmer Dexter in seinen aktuellen Fall hinein – als Assistenten. Von den Erzählungen geht es über zum aktuellen Geschehen. Aylmer verrät den Grund seines Aufenthalts in der Abgeschiedenheit. Am Ende des Abenteuers beschließt Dexter, fortan als Aylmers Assistent zu arbeiten. Die neuen Abenteuer, die sie nach diesem ersten als Duo erleben werden, gibt es ab Herbst 2011 zu hören. Ich bin schon sehr gespannt!

Lange Zeit habe ich kein romantisches Hörspiel gehört. Ich bin von dieser Produktion ganz begeistert. Die Erzählweise ist sehr schön: Nicht zu schnell, nicht zu langsam und die Dialoge sind weder zu altbacken gestelzt, noch zu modern. Das Hörspiel hinterlässt einen sehr ausgewogen Eindruck. Der Wechsel der Erzähler ist ebenfalls äußerst gelungen. An zwei, drei Stellen fand ich es etwas merkwürdig, wie eine Figur mit sich selbst spricht, um den Hörer etwas mitzuteilen. Den Teil hätte ich dem Erzähler überlassen, was sowieso die sprechende Person war. (Oder habe ich die Zugehörigkeit falsch gedeutet?) Dies ist eine Kleinigkeit. Da ich nichts anderes zu kritisieren habe, musste ich dies einfach anmerken. Solch perfekte Unterhaltung ist ansonsten zu unheimlich.

Wie gewohnt setzt Titania Medien auf sehr schöne Musikstücke und ausgezeichnete Geräusche. Das ist inzwischen wie bei früheren EUROPA-Werken: Man kennt und liebt es so.

Die Sprecher haben mich ausnahmslos in ihren Bann gezogen. Ich wusste gar nicht, wie viele grandiose Stimmen es gibt. Ekkehardt Belle war mir bisher gar nicht bekannt. Seine Stimmer erinnert mich sehr an die von Horst Stark als Kommissar Reynolds bei den drei ???. Hans-Georg Panczak war mir bisher ebenso unbekannt (obschon ich seine Stimme bei Star Wars gehört habe). Die beiden Sprecher der Protagonisten leisten Hervorragendes. Für die übrige Sprechercrew gilt Selbiges: Ich bin sehr angetan von der Auswahl der Stimmen zu den jeweiligen Rollen. Hier passt einfach alles.

Fazit
Dieser Zweiteiler überzeugt auf ganzer Linie: Er passt sehr gut in die Romantikreihe „Gruselkabinett“. Wer allerdings Grusel zwingend erwartet und nicht zart besaitet ist, wird vielleicht enttäuscht sein. Der Unterhaltungsfaktor ist sehr hoch und das Lauschen ein Hochgenuss. Nicht nur wegen der Sprecher, Musik- und Geräuschkulisse.

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