Sonntag, 9. Oktober 2011

Gruselkabinett Nr. 56 / 57 - Aylmer Vance – Neue Abenteuer eines Geistersehers

Der letzte Zweiteiler des Ermittler-Teams Aylmer Vance (als Geisterseher) und des Rechtsanwalts Dexter (als Medium) stellte die bisherige Solo-Karriere von Aylmer vor und wie es dazu kam, dass die beiden Männer sich zusammenschlossen. Es war bereits interessant den ersten vier Geschichten zu lauschen. Die vier neuen Abenteuer des Duos sind ebenso fesselnd, wenn nicht sogar noch intensiver. Besonders der zweite Teil übt eine besondere Faszination auf mich aus.

Auf der ersten CD ermitteln die beiden in einem Fall mit einem Poltergeist sowie einem Vampir. Die Erzählweise ist angenehm ruhig und doch packend. So muss sich angenehmer leichter Grusel anhören, der typischerweise der Schauer-Romantik zugeordnet wird! Die Geschichten werden wie man es erwartet zu einer gewissen Zufriedenheit abgeschlossen.

Die Lösungen der Abenteuer von Teil zwei sind weniger optimistisch. Zunächst geht es um zwei Seelen, die zueinanderfinden sollen, was jedoch den physischen Tod der Körper bedeuten könnte. Aylmer Vance ist sich nicht sicher, ob er dies letztendlich verhindern kann und ob es überhaupt richtig wäre. Im Anschluss werden die beiden wie in der ersten Abenteuersammlung auf ein altes einsames Gebäude angesetzt. Dieses Mal gibt es jedoch keinen „normalen“ Spuk: Die Bewohner werden mit furchtbaren Angstzuständen konfrontiert und was das Ermittler-Duo herausfindet, ist keineswegs schön. Die Möglichkeit zur Abhilfe dürfte dem Auftraggeber nicht zusagen…

Sämtliche Sprecher leisten hervorragende Arbeit. Jeder überzeugt auf ganzer Linie. Die Auswahl passt bis auf eine Ausnahme immer perfekt zu den Personen, die sie sprechen. Hannes Maurers Stimme empfinde ich nicht als Idealbesetzung für den Orgelspieler Cuthbert Ford. Sie klingt für meinen Geschmack sanft für einen Mann, der unheimlich aussehen soll. Bei einem Hörspiel erwarte ich aufgrund der fehlenden Bilder, dass in den Stimmen ein Stück weit auch das Aussehen transportiert wird.

Wie üblich überzeugt die Geräusch- und Musikkulisse. Besonders gut haben mir die Effekte bei der letzten Kurzgeschichte (zweite CD) gefallen. Die spürbare Angst, die den Protagonisten zusetzt, ist derart akustisch umgesetzt worden, dass der Hörer mitfühlen kann. Erstklassig!

Fazit
Nach der gelungenen ersten Abenteuersammlung des Geistersehers Aylmer Vance lässt Titania Medien diesen mit seinem Medium Dexter erneut in einer ebenso guten Produktion ermitteln. Die neuen Abenteuer gefallen mir fast besser, was aber auch daran liegen kann, dass die ersten vier keine Überraschung mehr bieten.

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