Montag, 14. November 2011

Mindnapping (05) Witchboard





Produktion: Audionarchie 2011
Sprecher: Merete Brettschneider, Mia Diekow, Leonhard Mahlich, Daniel Welbat, Wolf Frass u.a.
Genre: Psychothriller
Dauer: ca. 70 Minuten




Inhalt:
Coraline, ihre neue Liebe Ron, ein College-Baseball-Spieler, Eugene, ihr bester Freund und die anstrengende Ashley fahren gemeinsam Richtung Florida, um dort ihre Semesterferien zu verbringen. Doch mitten im Great Smoky Mountains Nationalpark streikt plötzlich der Wagen. Die vier Studenten sind gezwungen, in einem einsam ge-
legenen Haus zu übernachten. Als Coraline bei einer Seance Botschaften aus dem Jenseits empfängt, die vor Ron warnen, wandelt sich die Nacht in den Bergen zu einer mörderischen Odyssee....

Die Handlung:
Carsten Steenbergens Psychothriller "Witchboard" weist viele Spuren eines Horrorhörspieles auf. Gekonnt verknüpft Steenbergen diese Elemente mit einem Handlungsfaden, der in einem Psychothriller endet. Bei der Charakterisierung hat es Steenbergen genauso gemacht wie seine Kollegen bisher: kühle Charakterbeschreibungen, ohne zu viel zu verraten. So gelang ihm ein spannender und düsterer Thriller, der mit einem guten Ende aufwartet.

Sprecher: Leonhard Mahlich war sehr überzeugend in seiner Rolle des "fürsorglichen" Eugene. Genauso wie er spielte Daniel Welbat perfekt den nervösen und aggressiven Ron. Merete Brettschneider und Mia Diekow gaben zwei gute weibliche Hauptrollen, ganz im Stile des Klischees. Wolf Frass war in einer kleinen Rolle als Parkplatzwächter zu hören, in der er sehr realistisch klang. Neben Sylvie Nogler als Tankstellenfrau war erneut Gordon Piedesack in seiner wiederkehrenden Rolle als Officer Decker zu vernehmen. Alle Sprecher gaben ihr Bestes.

Musik und Geräusche:
Um Schnitt, Mix und Musik kümmerte sich diesmal der Komponist Marcel Schweder. Sein Soundtrack passt perfekt zum Hörspiel und erzeugt eine unheimliche Stimmung. Einmal wirkt der Einsatz eines Musikstückes störend, da man nicht auf die Dauer achtete. So entfernt man sich in Gedanken zu weit von der Hörspielhandlung und es entsteht ein "Bruch". Geräusche wurden realistisch eingesetzt.

Cover: Den Mittelpunkt des Hörspieles bietet das "Witchboard". So auch wenig verwunderlich, dass man für das Covermotiv ein Glas und Buchstabenkarten verwendete. Das Foto ist wie üblich im Sepiastil gehalten und passt sich gut in das Mindnappinglayout von Daniel Klages-Saxler ein. Im Booklet sind Informationen zum Autor Carsten Steenbergen und ein Zitat aus der Geschichte mit Foto zu finden.

Gesamtfazit: "Witchboard" weist alle Elemente eines guten Psychothrillers auf. Anfangs dürfte man zwar als Hörer eher ein Gruselhörspiel annehmen, doch da führte Steenbergen geschickt in die Irre. Mit einer guten Besetzung, tollem Soundtrack von Marcel Schweder und einem düster anmutenden Cover ist somit erneut eine sehr gute Folge der Mindnapping-Serie gelungen. Allein der Bruch durch ein Musikstück wirkte störend.

14 Punkte / Note 1

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