Sonntag, 5. August 2012

Die Affenfrau (Folge 5) – Sherlock Holmes – Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs

Kuriosenkabinette waren früher wohl eine der Attraktionen schlechthin, doch jedes Kabinett hat eine Hauptattraktion, ohne die es gar nicht in einer Stadt gastieren braucht. Die Besucher würden wegbleiben. Während Dr. Watson sich langweilt wird in London „die Affenfrau“ gestohlen für die Menschen geduldig anstehen, um einen Blick auf diese Sonderbarkeit zu werfen. Zum Entsetzen von Mrs Hudson besuchen ein Teil der Exponate des Kurioskabinetts Sherlock Holmes und bitten um Hilfe. Denn mit dem Verschwinden der Affenfrau steht die Existenz vieler kurioser Menschen auf dem Spiel.

Dieser merkwürdig anmutende Fall enthält sehr viele Elemente von Doyle. Das geht so weit, dass Holmes Hilfe anfordert, die er im Titania Krimi-Klassiker Folge 2 „Das Zeichen der Vier“ ebenfalls benötigte. Positiv ist dabei insbesondere die Sprecherauswahl anzumerken: Es sind dieselben wie in der Krimi-Klassiker-Folge.

Titania Medien stellt ihr Geschick bei der Besetzung der Rollen auch in diesem Hörspiel unter Beweis. Besonders auffällig ist Susanne Trempers tiefe dunkle Stimme. Ihrer Stimme ist es zu verdanken, dass die Vorstellung ihrer kuriosen Physis besonders leicht fällt. Das trifft auch auf andere Mitglieder des Kabinetts zu: Die Sprecher haben höhere Stimmen für kleinere Menschen, so wie es klischeebedingt sein muss. Auch wenn somit Klischees bedient werden, erleichtert es doch ungemein die Visualisierung aller Figuren – auch ohne Beschreibung.

Es ist schon geradezu eintönig erneut nichts Besseres zu den Sprechern, der Musik und Geräuschkulisse sagen zu können als: Hier stimmt einfach alles. Gut gemacht!

Fazit
Ein gelungenes Holmes Hörspiel, bei dem mich besonders der Rückgriff auf einen früheren Fall gefreut hat.

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