Sonntag, 23. Dezember 2012

Titania Special - Folge 8: Hans Christian Andersen - Die Schneekönigin

Titania Medien kündigt Hans Christian Andersens „Die Schneekönigin“ als das wohl beliebteste Wintermärchen an. Auf mich trifft es zu. Ich habe es mehrfach gesehen, gehört und gelesen. Es war unmöglich dieses Märchen nicht zu kennen, alleine wegen der Aufführungen in der Grundschule. Aufgrund dieser Tatsache war es nur eine Frage der Zeit, bis das Märchen eine Vertonung in der Titania Special Reihe findet. Und ich darf schreiben: Sie ist gelungen.

Die Protagonistin des Märchens ist Gerda, die ihren liebsten Spielkameraden Kay verliert: Der Teufel hat einen fürchterlichen Spiegel gefertigt, der das Schlechteste zum Vorschein bringt. Als dieser zerspringt und sich die Splitter über die gesamte Erde verteilen, landet einer in Kays Herzen und in seinem Auge. Fortan ist Kay nicht wiederzuerkennen und geht übel mit seiner Umwelt um. Besonders Gerda leidet darunter. Als Kay eines Tages beim Schlittenfahren die Schneekönigin trifft, nimmt diese ihn mit und hält ihn fortan gefangen. Gerda vermisst ihren Kay und macht sich auf die Suche nach ihm. Dabei spricht sie mit vielen Tieren und Menschen, aber auch Pflanzen oder gar einem Fluss, um sie nach Kay zu fragen. Kann sie Kay finden und wird er mit ihr zurückkehren? Was passiert mit den Splittern in seinem Körper?

Die fantastischen Rollen hat Titania Medien mit tollen Sprechern besetzt. Besonders an Herz gewachsen ist mir die Krähe, gesprochen von Kai Taschner. Eine großartige Besetzung und Sprecherleistung. Tommi Piper ist absolut glaubhaft als übler Teufel zu hören, die großartige Dagmar von Kurmin als liebe Großmutter und Christian Wolff als Erzähler. Gerda wird von Paulina Rümmelein hervorragend gespielt. Es macht Spaß sie auf der Suche nach Kay zu begleiten. Auch die übrigen Sprecher sind glaubhaft und gut. Bei den Kindern hört man, dass es sich um Kinder handelt. Sie sprechen sehr lebendig und nicht dauerhaft in der gleichen Lautstärke. Eben wie Kinder, nicht wie professionelle erwachsene Schauspieler. Malte Wetzel spricht den Kay und hat dabei die schwierige Aufgabe, immer böser zu werden, was ihm gut gelingt. Er erinnert mich ein wenig an Tobias Meister. Beide haben eine laute Stimme und bei Aggressivität (oder „böse sein“) wird diese noch lauter.

Die Musikauswahl ist wieder einmal famos. Dieses Mal stammt sie (wohl ausschließlich) vom berühmten Komponisten Pjotr Illjitsch Tschaikowski. Bei den Geräuschen braucht sich Titania Medien ebenfalls nicht verstecken. Für mich klang das Rentier Bä beim Schnauben wie ein Pferd, aber da ich einem Rentier nie begegnet bin, kann ich nicht ausschließen, dass es gleich klingt.

Gekrönt wird das Hörspiel von Firuz Askins wundervolles Coverbild, das sehr gut den Geist des Hörspiels einfängt:

Ein angenehm anzuhörendes Hörspiel, das geradezu Licht ausstrahlt und gute Laune verbreitet. Eine fröhlich-bunte Adaption des Märchens. Wer es lieber düster mag, ist bei dieser Produktion falsch. Folglich ein Hörspiel für die ganze Familie – auch für die kleinsten.

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