Mittwoch, 1. Mai 2013

Gruselkabinett Nr. 75 - Weiß

„Weiß“ – dieser simplet Titel hat mich schon bei Gabriel Burns gefesselt. Der Klappentext tat sein übrigens. In Weiß, das im Original „The White Maniac“ heißt, geht um Kannibalismus. Das hat mich sehr überrascht. Denn als gruselerfahrener Hörer mag zunächst etwas Übernatürliches näherliegen, denn genau nach dem Strickmuster ist diese Horrorgeschichte von Mary Fortune erzählt.

Alles beginnt mit dem jungen Arzt Charles Elveston, der ein komplett in weiß gehaltenes Herrenhaus entdeckt, bei dem selbst die Bewohner komplett in Weiß gekleidet sind. Als er von einem hohen Turm aus in den Innenhof schaut, stellt er fest, dass tatsächlich alles weiß ist. Den Grund möchte er alsbald herausfinden und auch, wieso sich die Bewohner so seltsam verhalten. Mit dem Herrn des Hauses macht er bald Bekanntschaft und wenig später ist nicht klar, ob dem Hausherrn getraut werden darf, ob er nicht was im Schilde führt …

Das Coverbild gefällt mir. Es nimmt die Beschreibung, alles sei weiß sehr wörtlich (abgesehen davon, dass es blauweiß ist und allgemein noch viele Blautöne vorherrschen): Ein lustiger Umstand ist das bläulich brennende Kaminfeuer.

Zu den Sprechern fällt mir keine Kritik ein. Ich finde die Besetzung einmal mehr gelungen und jeder Sprecher überzeugt. Ob als doch etwas verschwiegener Hausherr oder als neugieriger junger Arzt. Die Betonungen passen stets.

Musikalisch und geräuschemäßig ist auch dieses Hörspiel aus dem Titania Medien-Guß: Alles wird so untermalt, dass die richtige Stimmung herrscht und sich der Hörer leicht in die Situation hineinversetzen kann.

Fazit
Die Geschichte ist durchgehend packend erzählt und mit einer Spielzeit von etwas mehr als 60 Minuten genau richtig, nicht zu lang. Dazu kommen wie nicht anders zu erwarten großartige Sprecher, Geräusche und Musikstücke. Ein rundum gelungenes Hörspiel.

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