Freitag, 21. Februar 2014

Gruselkabinett Nr. 83 - Heimgesucht

Mit „Heimgesucht“ hat es erneut ein Ermittlerduo in das Gruselkabinett geschafft. Sie heißen Colin Hargreaves und Alwyne Sargent und sind verlobt. Brieflich werden sie über einen neuen Spuk in Kenntnis gesetzt und erleben ihn schon bald hautnah. Kurz darauf tritt der Stiefsohn der Hilfesuchenden in Erscheinung und vereitelt viele Bemühungen der Wahrheitsfindung. Menschliche Abgründe tun sich auf …

Von der Sprecherauswahl bin ich begeistert. Es sind viele für mich ganz neue Stimmen dabei oder welche, die ich ewig nicht mehr gehört habe. So gibt es bei Titania Medien zwar Sprecher, die immer wieder Rollen bekommen, aber die Auswahl ist jedes mal derart besetzt, dass ich noch nie eine Verwechslungsgefahr mit früheren Auftritten bemerkte. Spannend finde ich den Einsatz von Brigitte Kollecker-Franks, die mir besonders als Eireen Fox in EUROPAs Gruselserie in den Ohren geblieben ist, als etwas unmütige Zofe. Stefan Günther spricht hervorragend den Captain, der mal verständnisvoll und freundlich ist, aber auch schnell entschlossen und hart sein kann. Zusammen mit Benedikt Weber und Stephanie Kellner (die den Protagonisten ihre Stimmen leihen), gehören sie zu den Sprechern, die ich nur aus dem Gruselkabinett kenne. Sie alle haben tolle Stimmen und ich hoffe, sie noch in vielen weiteren Hörspielen erleben zu dürfen. Bei EUROPA hat Horst Naumann früher oft die Erzählerrolle eingenommen. Bei Titania Medien ist es das zweite Mal. Als Captain Charles Braddock habe ich ihn noch in lebhafter Erinnerung. Als Erzähler kann er mich aufgrund seiner Position nicht genauso begeistern, aber seinen Job hat er mit Bravour erledigt.

Die Geräuschkulisse ist wie so oft tadellos. Ebenso weiß die Musik zu gefallen. Das Cover gefällt mir ebenfalls sehr gut. Es zeigt den Schritt der notleidenden Person von ihrem Anwesen zu dem Ermittlerduo mit dem Spuk im Hintergrund.

Fazit
Ein gelungenes Hörspiel, das nicht allzu gruselig ist oder sich nur mit dem Spuk beschäftigt. Es geht vielmehr um die Hintergründe, wieso es zu der allnächtlichen Geistererscheinung kommt. Zu einer Bekämpfung kommt es nicht, denn dem Ermittlerduo sind die Hände gebunden. Die grausame Wahrheit finden sie mehr zufällig ganz am Ende heraus. Somit ist es ein überaus bodenständiges Spukerlebnis, soweit das in diesem Genre geht. Folglich gibt es viel Bekanntes in einer neuen Konstellation mit einem sehr sympathischen Duo und in einer etwas anderen Erzählweise. Klasse!

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