Samstag, 5. April 2014

Das Zeichen der Vier (Folge 11) – Sherlock Holmes

Sherlock Holmes konsumiert zu Dr. Watsons Missfallen erneut Drogen. Die Begründung ist simpel: Holmes hat keinen Fall zu lösen. Das ändert sich rasch, als eine junge Frau die Wohnung der beiden in der Bakerstreet aufsucht: Sie hat einen mysteriösen Brief erhalten, der von einem Unrecht berichtet, das ihr wiederfahren wäre. Nun wird sie aufgefordert, alleine oder mit zwei Freunden einem Treffen beizuwohnen. Da sie keine Freunde hat, wendet sie sich an Holmes und Watson. Die drei werden in einen Fall hineingezogen, bei dem bis aufs Blut um einen Schatz gekämpft wird.

Das elfte Hörspiel in Titania Mediens Sherlock Holmes Serie ist der bereits vor zehn Jahren in Titanias Krimi-Klassiker erschienene Fall „Das Zeichen der Vier“.

Wie zuvor ist dieses Hörspiel musikalisch neu unterlegt. 2004 war Manuel Rösler für den Score verantwortlich, der vielen Hörspielhörern durch die ersten Point Whitmark und Gabriel Burns Hörspiele bekannt sein dürfte.
Ich bin in der glücklichen Lage, auch die Ursprungsfassung von 2004 mein Eigen zu nennen und habe den Vergleich gewagt.
Als ich das Hörspiel in der Neufassung gehört habe, fand ich alles wunderbar. Jedes Musikstück perfekt eingesetzt. Im Vergleich zur Urfassung fällt auf, dass die Musik nicht mehr so dezent eingesetzt ist. Es gibt nun eine moderne, der aktuellen Titania Medien Gepflogenheit folgend, fast ständige musikalische Untermalung. Das ist sehr schön und stets passend.
Der Version von 2004 kann ich jedoch ebenso viel abgewinnen. Ich schätze Manuel Röslers Kompositionen sehr. Sie sind absolut stimmungsvoll und dabei auf eine unbeschreibliche Weise dezent. Der Musikeinsatz ist noch nicht so ausgeprägt wie heute. Ich finde den dezenteren Einsatz sehr passend für eine Reihe, die sich Krimi-Klassiker nennt. Die aktuelle Abmischung ist richtig und gut, da sich somit diese Folge perfekt in den Kanon der neueren Produktionen einfügt. Final kann ich nicht sagen, welche Musikuntermalung mir besser gefällt. Ich schätze, ich werde künftig einfach beide hören. Den Klassiker eher in der dunklen Jahreszeit, die Neuauflage in der hellen. Mir gefallen beide.

Im Verhältnis zu den neueren vorangegangenen Holmes-Hörspielen klingen die Sprecher ein wenig anders. Ob die Stimmen durch das Alter eine dunklere Klangfärbung haben oder mein Empfinden auf die Aufnahme(-technik) zurückzuführen ist, vermag ich nicht zu sagen. De facto ist dies kein störender Umstand, sind es doch allesamt dieselben Sprecher.

Alle Sprecher leisten eine großartige Arbeit. Christian Rode als Inspektor Jones ist überaus liebens- und hörenswert mit seinem Sprachfehler. Eine tolle Leistung! Ebenso hat mich Lucas Mertens als Wiggins gefallen, der den Straßenjungen absolut überzeugend spricht. So müssen Kinder klingen!
Einfach jeder Sprecher ist super. Aus der Warte kann ich das Hörspiel absolut empfehlen.
Es sprechen mit: Joachim Tennstedt, Detlef Bierstedt, Regina Lemnitz, Christian Rode, Janina Sachau, Peer Augustinski, Friedrich Schoenfelder, Arianne Borbach, Jürg Löw, Heinz Ostermann, Alexander Doering, Lothar Didjurgis, Herbert Schäfer, Lucas Mertens und Dagmar von Kurmin.

Fazit
Ein klassischer Sherlock Holmes Fall mit grandiosen Sprechern und einer erstklassigen Soundkulisse. Was möchte ein Holmes-Fan mehr?

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