Samstag, 6. Dezember 2014

Gruselkabinett Nr. 91 – Mary Rose

Dieses Hörspiel ist nach der zentralen Figur dieses Hörspiels benannt: Mary Rose. Kauzig und wunderschön romantisch – wie es sich für das Gruselkabinett gehört – wird die Geschichte eines Mädchens erzählt, das in der Kindheit verschwand, ohne sich dessen bewusst zu sein. Die Eltern beschließen Mary nichts von ihrem Verschwinden zu erzählen, aber ihrem künftigem Ehemann...

Viele Jahre später steht das Elternhaus von Mary zum Verkauf. Ein Interessent begutachtet es und versucht herauszufinden, ob die Erzählungen der Dorfbewohner einen wahren Ursprung haben: Spukt es in dem Haus?

Im Verlauf des Hörspiels werden die beiden Handlungen geschickt miteinander verwoben. Es bleibt stets interessant. Der Hörer darf an einigen Stellen Böses erahnen, wird aber doch ab und an überrascht. Darüber hinaus werden in „Anne“-Manier die verschiedenen Zeitsprünge und Emotionen durch die Sprecher hervorragend umgesetzt. Luisa Wietzorek spielt Mary Rose herzallerliebst. Ihre Eltern sprechen Frank Otto Schenk und Monica Bielenstein. Die Konstellation erinnert mich sehr an Anne aus Green Gables. Dort sind allerdings Marie Bierstedt, Dagmar von Kurmin und Jochen Schröder zu hören. Die übrigen Rollen sind ebenfalls überaus passend besetzt. Kerstin Sanders-Dornseif hat mir als Miss Otery besonders gut gefallen. Die mürrische Art ihrer Rolle gefällt mir.

Musikalisch wird gewohnt gute Hintergrundmusik eingespielt. Geräusche setzt Titania Medien ebenfalls gekonnt ein. Es ergibt sich damit ein sehr schönes Hörerlebnis.

Fazit
Das Hörspiel transportiert hervorragend melancholische, unheimliche und schöne Momente der Geschichte um Mary Rose. Es schafft eine besitzergreifende Atmosphäre. Hörtipp!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Nach einer Prüfung wird dein Kommentar sofort freigeschaltet!