Sonntag, 15. Februar 2015

Gruselkabinett Nr. 92 – Zimmer 13

Jannik Endemann spricht John. Zunächst als Erzähler, dann als agierende Figur, bis sein Cousin Victor Anderson in Erscheinung tritt, der eigentliche Protagonist. Christian Stark interpretiert den Forschenden hervorragend: stets mit der passenden Neugier, Begeisterung oder eben Überraschung, Unsicherheit und eben auch als Erzähler seiner Geschichte: In seinem Hotel „Goldener Löwe“, in das er abgestiegen ist, gibt es kein Zimmer mit der Nummer 13. Doch eines Nachts ist er sich ganz sicher, an Tür Nummer 13 geklopft zu haben. War er übermüdet?

Mir gefällt die Sprecherauswahl. Antje von der Ahe mimt das fröhliche Zimmermädchen, Andreas Mannkopff ist in dieser Folge und Nummer 95 als Hausmeister zu hören. In diesem Hörspiel jedoch als überaus verängstigtem, dem die Anweisungen seines Chefs gar nicht behagen. Tom Deininger spielt den Hotelier gekonnt und schön knarzig. Ich freue mich ihn ebenfalls in Erwachsenenhörspielen abseits der Science Fiction Serie Takimo zu hören. Eine tolle Stimme. Patrick Bach leiht seine Stimme dem ruhigen Anwalt, der erst Temperament zeigt, wenn seine Ruhe gestört wird. Großartig!

Titania Medien erweist erneut ihr Geschick bei der Auswahl der passenden Musikstücke und Geräusche. Die Atmosphäre ist sehr dicht und vereinfacht es, vor dem inneren Auge die Hörspielhandlung entstehen zu lassen.

Das Cover passt zur Hörspielhandlung. Die gezeigten Hände und Schatten kommen im Hörspiel vor, jedoch mit einem anderen Timing als auf dem Cover dargestellt.

Fazit
„Zimmer 13“ vertont eine schon oft gehörte, gelesene oder gesehene Umsetzung des Themas des mysteriösen Hotelzimmers mit der Nummer 13. Dieses Hörspiel kommt relativ kurzweilig (49 Minuten) daher, zeigt den Umgang der Figuren mit der Situation, ohne in viele Klischees oder gar Horror-Effekte zu verfallen. Gute Titania Medien Unterhaltung garantiert auch dieses Hörspiel.

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