Sonntag, 11. Dezember 2016

Gruselkabinett Nr. 118 & 119 – 20.000 Meilen unter dem Meer

„20.000 Meilen unter dem Meer“ von Jules Verne fasziniert mich seit meiner Kindheit. Das liegt besonders am interessanten Charakter des Kapitän Nemo. Eine überaus faszinierende Figur. Sowohl die Vertonung von Europa (H. G. Francis) als auch von Maritim (Kurt Vethake) hörte ich gerne. Im Gegensatz zu diesen bietet die Neuvertonung von Titania Medien die doppelte Spielzeit. Dies fiel mir beim Hören garnicht auf, so gut wurde ich unterhalten. Wie so häufig, gibt es eine etwas behäbige Einleitung, die von einem Ungeheuer berichtet, das Schiffe versenkt. Kurz darauf geht Professor Aronnax mit an Bord eines Schiffes, um den Schrecken der Meere zu jagen. Ausgelöst wurde diese Expedition vom der Vermutung desselben Professors, es müsse sich um einen ungewöhnlich großen Wal handeln. Während der gefährlichen Mission treffen einige Besatzungsmitglieder auf Kapitän Nemo, der sich entschloss ihnen zu helfen. Doch dies hat seinen Preis. Eine spannende Zeit begleitet der Hörer den Professor auf seiner Forschungsreise, auf der er vielen Gefahren trotzt und Wunderliches erlebt.

Ein toller Aspekt der Umsetzung ist die Zweiteilung: Wer direkt in die Action einsteigen möchte, kann die Unterwasserwelt in Folge 119 zusammen mit dem Professor erkunden. Folge 118 stellt die Mission und die Protagonisten vor, sowie die Jagd nach dem Seemonster. Damit differenziert sich das Hörspiel gut von den früheren einstündigen Umsetzungen, die wie eine Highlightzusammenfassung wirken.

Die Sprecherauswahl ist herausragend. In den Hauptrollen sind Jürgen Thormann, Julian Tennstedt, Uli Krohm und Dietmar Wunder zu hören. Die Schauspieler wissen den Figuren gekonnt mit ihrer Stimme Leben einzuhauchen. Es macht einfach Spaß ihnen zu lauschen und der packenden Handlung zu folgen.

Bei diesem klanglichen Meisterwerk ist mir die Musik besonders positiv aufgefallen. Das erste Stück auf der zweiten CD ist mein liebstes. Zusammen mit den Sprechern und den Geräuschen ergibt sich ein sehr angenehmes Klangbild, dass stets die jeweilige Szene unterstützt. Es ergibt sich ein sehr harmonisches Gesamtbild, ohne in Hollywood-Effekthascherei zu verfallen.

Fazit
Ein weiterer Eintrag durchaus schauriger Literatur (zumindest wohl im 19. Jahrhundert und für Kinder) im Gruselkabinett. Diese famose Umsetzung des Klassikers ist aktuell meine liebste, noch vor den Europa- und Maritim-Klassikern.

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